Strom- und Hafenbau: Beteiligt an der Verschleppung von Menschen und den Raubkäufen von jüdischen Eigentum

Die Hafenbahn von Strom- und Hafenbau

Da die Hafenbahn Strom- und Hafenbau gehörte, dürfte sie bei der gesamten Logistik in dem Zwangsarbeitssystem eine wichtige Rolle eingenommen haben. Ob und in welchem Umfang sich das konkret niederschlug, kann man aber nur vermuten.

Der abstrakten Platz dieser Logistik wurde in der Broschüre „Deportationsstätte Fruchthafen C“ zur Deportation der Sinti und Roma so kommentiert: „… dass die einzelnen Kräfte der (Kriminal-) Polizei, der Hamburger Verwaltungen, insbesondere der Sozialverwaltung, der HHLA und der Hafenbahn und die der Reichsbahn ein System der Deportationslogistik entfalteten, dass den Opfern kaum eine Chance des Entkommens“ bestand… Die Definition und Erfassung entwickelten Polizei und Sozialverwaltung. Zur Konzentration leistete die HHLA ihren Beitrag. Den Abtransport leisteten Hafenbahn und Reichsbahn.“

Beteiligung von Strom- Hafenbau an den Raubkäufen/“Arisierungen“

Zur Rolle von Strom- und Hafenbau in der NS-Zeit gehört sicher auch deren Beteiligung am Raubkauf deutsche Unternehmen von jüdischen Eigentum („Arisierung“). Das die Behörde daran beteiligt war und auch finanziell daran verdiente, lässt sich nachweisen. Die bekanntesten Raubkäufe von jüdische Eigentum im Hafen sind die Reedereien Blumenfeld und Schindler sowie dessen Mineralölunternehmen, die Fairplay Schleppdampferschiffs-Reederei Richard Borchard, die Arnold Bernstein Schiffahrtsgesellschaft oder die Schiffswerft „Köhlbrand-Werft Paul Berendsohn“. Aber es gibt noch weitere jüdische Unternehmen, deren jüdischen Eigentümer gezwungen wurden, an einen „arischen“ Unternehmer zu verkaufen. Hier kann man die Beteiligung von Strom- und Hafenbau belegen. Zu erzählen sind sie noch. An dieser Stelle kann nur darauf hingewiesen werden.

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