40 Teilnehmer:innen bei der Übergabe der IMI-Tafel am Falkenbergsweg

Über 40 Personen haben am 14. April 2024 an der Übergabe einer Erinnerungstafel für die italienischen Militärinternierte im Zwangsarbeitslager am Falkenbergsweg in Hamburg-Neugraben teilgenommen.

Über 500 IMI mussten in der NS-Zeit im Zwangsarbeitslager leben. Harburger Baufirmen wie Aug. Prien ließen sie für sich arbeiten. Das Unternehmen setzte aber auch die jüdischen KZ-Insassen für ihre Bauaufträge ein.

Stephan Kaiser von der Geschichtswerkstatt Süderelbe betonte zu Beginn, dass diese neue Erinnerungstafel Ergebnis der Arbeit von Schüler:innen und Schüler sowie der Lehrer:innen aus dem Gymnasium Süderelbe war, die aus Anlass eines Besuchs der ANEI 2021 diese NS-Opfergruppe für sich zum Thema machten. Holger Artus von der Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg begrüßte, dass es in Hamburg einen weiteren Erinnerungsort für italienische Militärinternierte in Hamburg gibt.

In einem anschließenden Rundgang durch das Gelände am Harburger Falkenberg sprach Gunter Buck von der Geschichtswerkstatt Süderelbe über das KZ Außenlager am Falkenbergsweg, das von September 1944 bis Februar 1945 für 500 jüdische Frauen eingerichtet worden war. Sie arbeitete am Bau von Behelfsheimen bzw. Plattenhäusern zusammen mit den italienischen Militärinternierten und anderen Bauaufträgen beim Bau der Falkenberg-Siedlung. Vorallem ging es bei den Arbeiten um das ausgehen der Gräben für die Rohrleitungen.

Er schilderte die Wiederentdeckung des KZ-Außenlager in den 1980er Jahren. Ergriffen lass er aus einem Brief von Ina Weiss an Karl-Heinz Schultz ihre Bereitschaft damals bekundete, über das KZ zu sprechen. „Sie sind der erste Deutsche nach vielen Jahrzehnten, der mich fragt.“ 1984 hatte Karl-Heinz Schultz eine Anzeige in eine israelischen Zeitung veröffentlichtö

Die Kundgebung und der anschließende Rundgang endete an den Stolpersteinen für die jüdischen Frauen, die hier ums Leben kam. Die Teilnehmer:innen legten Blumen nieder.

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