26. April 2024, 16 Uhr, Rundgang zur NS-Zwangsarbeit auf Kaltehofe

Nach der Stolperverlegung am 26. April 2024 vor dem Billhorner Deich 2 findet um 16 Uhr noch ein Rundgang auf der Elbinsel Kaltehofe statt, auf dem das ehemalige Filtrationswerk von den Hamburger Wasserwerke H(HWW) betrieben wurde, um Hamburg fast 100 Jahre lang mit sauberem Trinkwasser zu beliefern.

Heute ist es ein Industriedenkmal und stellt sich als Naturpark, Tagungszentrum und Naturerlebnispfad dar. Von den ehemals 22 etwa fußballfeldgroßen Filterbecken sind heute noch 20 sichtbar. Fünf dieser Becken gehören zum Gelände mit ihren sogenannten Schieberhäuschen an den Becken. 

In der NS-Zeit wurden hier NS-Zwangsarbeiter eingesetzt, um das Filtrationswerk in Betrieb zu halten. Einer von ihnen, Marino Ruga, hatte ein Tagebuch über seine Zeit dort aufgeschrieben, was die italienischen Militärinternierten für Arbeiten auszuführen hatten und zu ihren Lebensbedingungen.

Der Rundgang beschäftigt sich mit den verschiedenen Orten, Gruppen und Zeitpunkten der Zwangsarbeit auf Kaltehofe, zu den die italienischen Militärinternierten und KZ Häftlinge aus dem KZ Außenlager in der Spaldingsstraße.

Der Rundgang startet an der Villa Kaltehofe und endet am Mahnmal für die italienischen Militärinternierten, wo man auch alle 219 Namen findet.

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