4. September 2024 – Veranstaltung zur Zwangsarbeit und Sportstätten

Zwangsarbeit im Nationalsozialismus war in Hamburg alltäglich und sichtbar. Ein Großteil der deutschen Firmen setzte Zwangsarbeiter:innen ein. Verschiedene Orte und Gebäude wurden als Unterbringungslager umfunktioniert. Auf einigen von ihnen waren oder sind heute Sportstätten zu finden.

So war auf dem Sportplatz an der Max-Brauer-Allee zwischen Schnellstraße und Bodenstedtstraße 1944/1945 ein Zwangsarbeitslager für Italienischer Militärinternierte. Auch im Hamburger Volksparkstadion befand sich seit 1943 ein IMI-Lager.

Am Mittwoch, den 4. September 2024 findet um 19 Uhr im ETV-Zentrum an der Bundesstraße 96 eine Podiumsdiskussion zu „Sportstätten und Zwangsarbeit statt.

Am Abend soll es um das vorhandene Wissen über die IMI in den Hamburger Sportstätten und anderen Sportplätzen in der Stadt gehen, auf denen Zwangsarbeiter:innen untergebracht waren. Wie gehen die jeweiligen Sportvereine heute mit ihrem Erbe um? Ein Gespräch über gesellschaftliche Verantwortung im Fußball und Leerstellen in der Erinnerungsarbeit.

Auf dem Podium kommen ins Gespräch Susanne Wald (Projektgruppe Italienische Militärinternierte 1943–45), Frank Fechner (1. Vorsitzender ETV) und Bastian Satthoff (Projekt „Von einem Ort des Jubels zu einem Ort des Unrechts“), moderiert von Jakob Ketels (Netzwerk Erinnerungsarbeit) und Paula Scholz (Netzwerk Erinnerungsarbeit, KZ-Gedenkstätte Neuengamme).

Die Veranstaltung findet in Kooperation von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Projektgruppe Italienische Militärinternierte und dem Projekt „Von einem Ort des Jubels zu einem Ort des Unrechts“ statt.

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