An der Podiumsdiskussion „NS-Zwangsarbeit und Sportstätten“ in den Räumen des ETV am 4. September 2024 nahmen 40 Besucher:innen teil. Paula Scholz und Jakob Ketels vom „Netzwerk Erinnerung“, einer Fan-Gruppierung vom HSV, dass die Veranstaltung geplant hatte, hoben hervor, dass die NS-Zwangsarbeit das offensichtlichste Verbrechen war. Als war alltäglich zu sehen.

Bastian Satthoff, Historiker vom Projekt „Aus Jubelplätzen werden Zwangsarbeitslager“ wies auf die Unterschiede in dem System der Zwangsarbeit. Neben der Form des Einsatzes von KZ-Häftlingen und den Kriegsgefangenen waren die so genannten zivilen Zwangsarbeiter:innen die größte Gruppe. Frank Fechner, ETV-Vorsitzender, erzählte über die Forschung zum Zwangsarbeitslager im ETV in der NS-Zeit und ihrer Aufarbeitung der Vereinsgeschichte in der Zeit.

Holger Artus von der „Projektgruppe italienische Militärinternierter Hamburg“ sagte, dass die Anzahl der Lager auf den Hamburger Sportplätzen nach seiner Meinung sehr überschaubar war. Er sah vor allem die Sport-Stadt in der Verantwortung, mehr zur Aufbereitung der NS-Zeit zu leisten, da die meisten öffentliches Eigentum waren.
