Über die Erinnerungstafel am Sportplatz an der Max-Brauer-Allee

Am 5. September 2025 wird eine Erinnerungstafel an die italienischen Militärinternierten am Sportplatz an der Max-Brauer-Allee der Öffentlichkeit übergeben.

Damit wird im Viertel für die heutige Generation ein weiteres Element der Aufklärung über die NS-Zeit angeboten. Im vergangenen Jahr (2024) fand vor der ehemaligen Viktoria-Kaserne eine Kundgebung statt, die sich politisch in Form von Redebeiträgen mit den IMI beschäftigte. Aus dem Trägerkreis ergab sich die Debatte um eine Erinnerungstafel. Die Bezirksversammlung Hamburg-Altona hat die Kosten übernommen.

Die Tafel selber wird am Eingang auf den Sportplatz Bodenstedtstraße, gegenüber der Viktoria-Kaserne angebracht.

Hier der Wortlaut: „Auf dem heutigen Karl-Möller-Sportplatz des SC Teutonia befand sich von Ende 1944 bis Anfang 1945 ein Lager für italienische Militärinternierte. Sie wurden während des Nationalsozialismus als Zwangsarbeiter von der damaligen Aufräumungsamt für Trümmerarbeiten eingesetzt.

Es handelte sich bei ihnen um italienische Soldaten, die nach dem 8. September 1943 von der deutschen Wehrmacht gefangen genommen wurden. An diesem Tag wurde ein Waffenstillstand der italienischen Regierung mit den Alliierten verkündet. Mussolini war bereits im Juli 1943 gestürzt worden. Die Wehrmacht stellte die italienischen Soldaten vor die Alternative, entweder an der Seite Deutschlands weiter im Krieg zu kämpfen oder als Zwangsarbeiter nach Deutschland geschickt zu werden. Rund 650.000 sagten »Nein« und wurden als Zwangsarbeiter verschleppt, davon 17.000 nach Hamburg. Auf dem Sportplatz waren 152 von ihnen interniert. Sie wurden vom NS-Regime nicht als Kriegsgefangene anerkannt. Nach dem Krieg wurde ihnen eine Entschädigung verweigert.

Die Erinnerung an ihr Leid und ihre Anerkennung als NS-Verfolgte ist eine bleibende Aufgabe.“

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