Um was geht’s es auf unser Podiumsdiskussion am 4. September zu den Kriegsgefangenen-Bataillonen?

In einer erste Runde sind im Gespräch: Andreas Ehresmann, Leiter der Gedenkstätte Sandbostel, Susanne Wald, Projektgruppe italienische Militärinternierte und Alessandro Gulberti. Sein Großvater war in einem Kriegsgefangenen-Bataillon der Wehrmacht in Hamburg, dass aus italienischen Militärinternierten bestand.

Zu erst wollen wir Begriffen aufbröseln. Mit Andreas Ehresmann geht es um die Klärung, was Kriegsgefangene-Bataillone der deutschen Wehrmacht waren, wie viele es in Sandbostel gab und wozu die Kriegsgefangenen Soldaten gezwungen wurden, was und wo sie arbeiten mussten? Da die Kriegsgefangenen Bau- und Arbeitsbataillone (BAB) mit IMI erst im April 1944 von der Wehrmacht gegründet wurden, soll es um einen Überblick der BAB im Norden/Hamburg gehen.

Mit Susanne Wald geht es um die Frage, wie kam es zur Gefangenennahme der italienischen Soldaten ab dem 8. September 1943 und warum wurden sie zum 20. September 1943 Militärinternierte. Wieso kam es zum „Nein“, weiter an der Seit der deutschen Wehrmacht als Soldaten zu kämpfen? Bonomo Gulberti war in einem BAB der IMI, sein Enkel wird darüber sprechen, was er seiner Familie darüber erzählt hatte und an was sie sich heute zu Hause erinnern.

Es ist die erste Veranstaltung in Hamburg, die sich mit den Kriegsgefangenen italienischen Soldaten befasst, die in Hamburg als Zwangsarbeiter in einem BAB befasst. Bisher ist sehr wenig darüber bekannt. Warum das so ist, selbst das kann nicht seriös erzählt werden. Dank der Unterlagen von Bonomo Gulberti kennt man seinen ersten Aufenthaltsort in Hamburg, aus dem später das KZ Sasel wurde, weshalb er mit seiner Kompanie das Lager verlassen musste.

Auf der Webseite der „Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg“ wird jedes neues Einzelwissen zu den BAB mit IMI aufgeschrieben, von einem Überblick ist man aber weit entfernt.

Generalisiert kann man aber auch sagen, dass die NS-Zwangsarbeiter in den Kriegsgefangenen-Bataillonen wenig Thema in der Erinnerungskultur Hamburgs sind, so der gewonnene Eindruck in der Vorbereitung der Veranstaltung am 4. September 2025.

Zweite Runde befasst sich mit den IMI in St. Pauli und der Bewertung des Widerstands

In der zweiten Runde geht es mit Martin Sprujt vom St. Pauli Archiv um die italienischen Militärinternierten in St. Pauli, dass gilt insbesondere für die Schilleroper in der Lerchenstraße und dem Israelitischen Krankenhaus in der heutigen Simon-von-Utrecht-Straße.

Um das heutige Millerntorstadion gab es aber auch weitere Lager wie im „Porterhaus“, der Eimsbüttelerstraße 24 oder einem IMI-Lager direkt auf dem Heiligengeistfeld selber.

Mit Massimo Finizio vom Fanclub des FC St. Pauli, „Brigate Garibaldi“ geht um die Bewertung des historischen Geschehens des Widerstands der IMI.

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