50 Menschen haben am 5. September 2025 an der Kundgebung zur Übergabe der Erinnerungstafel an die italienischen Militärinternierten auf dem Sportplatz an der heutigen Max-Brauer-Allee teilgenommen.

Emilie Licari (Grüne) Abgeordnete der Bezirksversammlung Hamburg-Altona sagte mit Blick auf die politische Verantwortung: Gedenkorte mahnen. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, dass wir uns für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte einsetzen. Sie erinnern uns daran, dass das Unmenschliche möglich ist und dass wir uns jeden Tag aktiv dafür einsetzen müssen, damit in Deutschland, damit in Hamburg und in Altona Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und antidemokratische Gedanken keine Resonanz haben. Ich freue mich daher sehr, dass in der Bezirksversammlung Altona darüber Einigkeit besteht und die demokratischen Fraktionen gemeinsam die Erinnerungskultur Altonas fördern.“

Anna María Sambuco, Präsidentin der ANEI aus Italien betonte: „Für uns, von der ANEI ist es überaus wichtig an die Geschichte der über 650.000 italienischen Soldaten zu erinnern, die nach dem Waffenstillstands des 8. September 1943 zwischen Italien und den angloamerikanischen Streitkräften -als Italien und Deutschland von Verbündeten zu Feinden wurden- aufgrund ihrer Weigerung weiter an Seiten der Deutschen zu kämpfen in die Lager des Dritten Reiches deportiert wurden. Sie wurden von Hitler ihres Status als Kriegsgefangene beraubt, zu italienischen Militärinternierten erklärt und sofort versklavt, d.h. zur Zwangsarbeit eingesetzt. Heute stehen wir an einem Ort, der dem Sport und dem Gemeinschaftsleben gewidmet ist, wo zwischen 1943 und 1945 viele italienische Militärinternierte unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht wurden.“

Lukas Wysocki vom Vorstand vom SC Teutonia begrüßte die Erinnerungstafel an ihrem Sportplatz und freute sich, dass es jetzt ein Stück zur Geschichte der Sportplatzes gibt. Der Verein war von den Nazis bis 1945 verboten gewesen.

Im Anschluss an die Kundgebung wurde die Tafel der Öffentlichkeit übergeben.






