Anna María Sambuco, Präsidentin der ANEI, und Marzio Lauto aus Italien, besuchten heute den Erinnerungsort am Falkenbergsweg in Hamburg-Neugraben, südlich der Elbe. Stephan Kaiser von der Geschichtswerkstatt Süderelbe begrüßte die beiden.

Er vermittelte ihnen einen Eindruck, wie heute vor Ort an die NS-Zeit und die Zwangsarbeiterlager erinnert wird, wozu die enge Kooperation mit den Schüler:innen des Gymasium Süderelbe und der Zivilgesellschaft gehört. Hier war seit 1940 ein Zwangsarbeiterlager, zu dem ab Ende 1943 eines für italienische Militärinternierte dazu kam. Ab September 1944 entstand dort das KZ Außenlager Falkenbergsweg für 500 jüdische Frauen.

Die IMI wurden in andere Lager verlegt. Wo einst das KZ (und vorher das IMI-Lager) war, findet man heute eine Erinnerungsstein.


Stephan Kaiser erzählte auch von den künftigen Projekten, an die Geschichte der des Ortes in der NS-Zeit zu erinnern. Dazu soll künftig auch ein virtuelles Angebot gehören.

Am Stolperstein für Cosimo Guinta verharrten Anna María Sambuco und Marzio Lauto im stillen Gedenken an ihn. Er wurde 1945von deutschen Lagerleiter erschossen, weil er angeblich Lebensmittel entwendet haben sollte. Erst 80 Jahre nach seiner Ermordung wurde an Cosimo Guinta mit dem Stein erinnert.

Im Gespräch mit den beiden wurde angemerkt, dass die „Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg“ einen zweiten IMI in Hamburg gefunden hatte, der vom Lagerleiter des Arbeitserziehungslager „Langer Morgen“ erschossen wurde und dessen Name bis heute nicht geklärt werden konnte.