Erinnerungstafel an NS-Zwangsarbeiter vor der Stadtreinigung

Am 8. September 2025 wurde eine Erinnerungstafel vor dem Standort der Hamburger Stadtreinigung am Bullerdeich 19 an die Zwangsarbeiter in der NS-Zeit der Öffentlichkeit im Rahmen einer Kundgebung übergeben.

Es war eine Initiative des Unternehmens, damit das historische Geschehen nicht in Vergessenheit gerät.

Es handelte sich bei den NS-Zwangsarbeitern in dem damaligen Unternehmen zunächst um französische Kriegsgefangene, die im strengen Winter 1942 für die Hamburger Bevölkerung Schneemassen beseitigten. Ab 1943 kamen 500 sowjetische Kriegsgefangene hinzu, die im Schutttransport eingesetzt wurden. Von 1943 bis Mai 1945 waren zudem insgesamt 649 italienische Militärinternierte (IMI) bei der Müllabfuhr und in der Straßenreinigung beschäftigt.

Der Tafeltext lautet:

Während des Zweiten Weltkriegs wurden zwischen August 1940 und Mai 1945 tausende Zwangsarbeitende zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung der Stadt, insbesondere in den Bereichen Müllabfuhr und Straßenreinigung, beschäftigt.

Die ersten 150 Menschen wurden ab August 1940 in der Müllabfuhr eingesetzt. Zum Februar 1942 kamen an die 1.600 Kriegsgefangene aus Frankreich für die Straßenreinigung und zur Schneebeseitigung hinzu. Ab März 1943 waren 500 aus der Sowjetunion verschleppte Menschen und ab September 1943 mehr als 600 italienische Militär-internierte unter Zwang für die Müllabfuhr und in der thermischen Abfallbehandlung tätig.

Ihre Unterbringung erfolgte in verschiedenen Lagern in ganz Hamburg.

Nie wieder darf sich wiederholen, was damals passiert ist.

Hamburg, September 2025

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