Der „Corierre del Vento“ und „Il Giornale di Vicenca“ informieren über die Erinnerung an Justus Friedrichs in Hamburg

Die italienische Regionalzeitung „Corielle Del Vento“ und äIl Giornale di Vicenca“ haben in ihrer heutigen Ausgabe über die Erinnerung an Justus Friedrichs in Hamburg am 23. September 2026 informiert.

„Auch in Hamburg wurde gestern der Opfer von Grappa gedacht. Eine Delegation aus Einwohnern von Bassano nahm auf Einladung der ‚Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg’ an der Gedenkfeier für die Opfer der Operation Piave teil. Sie gedachten der Internierten aus der Gegend um Bassano und des dortigen Soldaten Justus Friederichs, der aus der Wehrmacht desertierte und sich den italienischen Partisanen anschloss. Er wurde im September 1944 bei einer Razzia auf dem Monte Grappa erschossen.“

„Il Giornale Di Vicenza“ zur Hamburgern Kundgebung

Der „Il Giornale Di Vicenza“ schreibt, dass durch die Zusammenarbeit italienischer und deutscher Historiker das Schicksal von Justus Friedrichs rekonstruiert werden konnte, „was schließlich zur Verlegung eines Stolpersteins vor seinem ehemaligen Wohnhaus führte. Eine italienische Delegation reiste zur Zeremonie an, um die Bedeutung der grenzüberschreitenden Erinnerungskultur zu würdigen. Der Text betont, dass das Gedenken an solche Opfer eine ständige gesellschaftliche Verantwortung für die Gegenwart bleibt.“

Erinnerungs-Rundgang in Pederobba am Monte Grappa am 24. September 2026

Am 24. September 2026 fand ein von der ANPI Piave del Grappa am Abend organisierter Rundgang zu den Plätzen, an den zwischen dem 19. und 27. September 1944 die Menschen ermordet wurden, statt. An die hundert Menschen hatten daran teilgenommen.

Vor Ort sprach auch Lorenzo Capovilla, der 1941 in Crespano del Grappa geboren und ein italienischer Historiker ist wie auch ehemaliger Lehrer und Bürgermeister. In seiner Rede ging er ebenfalls auf die Erinnerungs-Aktivitäten in Hamburg ein.

Bereits am 19. September 2026 hatte die ANPI Velbrenta am Monte Grappa eine Veranstaltung in der Gemeinde organisiert. Die „Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg“ und die Aktiven der ANPI in Hamburg hatten sich an die Organisatoren gewandt.

@Marino Pastorino

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